Tom Stöber Süddeutscher Meister über 400 Meter
Tom Stöber, der frischgebackene hessische Meister über 800 Meter, hat bei den Süddeutschen Meisterschaften in der Leichtathletikhalle am Martinszehnten in Kalbach abermals aufhorchen lassen. Über 400 Meter überzeugte der Ausnahmeläufer des Turnvereins Wetzlar und demonstrierte seine erstklassigen Sprintqualitäten.
Bereits am ersten Wettkampftag rannte Stöber die zwei Hallenrunden als Vorlaufsieger in neuer Hallenbestzeit von 48,31 Sekunden und zog als Gesamtzweiter ins Finale am Sonntag ein.
Am frühen Sonntagnachmittag, in der Büblingshäuser Halle, startete er dann auf Bahn drei, direkt hinter dem Vorlaufschnellsten, dem 400-Meter-Spezialisten Finn Kohlenbach (Frankfurt), ins Rennen. Stöber, wohl wissend, dass er sich auf seine schnellen Beine im Schlussspurt verlassen kann, reihte sich gekonnt auf Rang zwei ein. Diese Position behauptete der Deutsche U23-Meister über 800 Meter des Vorjahres auch bis knapp 100 Meter vor dem Ziel. Als viele den Rennausgang bereits als entschieden ansahen, zündete der Schützling von Coach Mark Schwesig seinen gefürchteten Turbo und rannte an dem bis dahin führenden Kohlenbach vorbei. In neuer persönlicher Bestzeit von 47,97 Sekunden blieb Stöber nicht nur erstmals in der Halle unter 48 Sekunden, sondern freute sich auch über den Gewinn der Goldmedaille und den Titel des Süddeutschen Meisters.
Mit Niklas Harsy ging kurze Zeit später Stöbers Trainingskamerad im 800-Meter-Finale der Männer an den Start. Harsy, der vor Wochenfrist für Stöber das Tempo beim Titelrennen der Hessischen Meisterschaften gemacht und dort selbst Bronze geholt hatte, nutzte den Start bei den Süddeutschen als Tempoeinheit für die in einer Woche anstehenden Rennen beim stark besetzten Hallen-Indoor-Meeting in Erfurt.
In guten 1:58,40 Minuten rannte Harsy auf den siebten Rang und zeigte sich zufrieden mit seinem Rennen. „Das hat heute Spaß gemacht. Ich habe in der zweiten Rennhälfte immer mal das Tempo forciert und bin an die Spitze gegangen. Auf den letzten Metern hatte ich dann etwas schwere Beine. Schade, dass unser Lauf zu Beginn etwas zu langsam war, aber ich wollte nicht schon wieder von vorne laufen und sehe den Lauf heute als gute Tempoeinheit“, wusste Wetzlars Neuzugang seine Leistung gut zu analysieren.
Den Schlussakkord der Titelkämpfe setzte aus Wetzlarer Sicht Svea Regina. Denkbar knapp verpasste Regina im 3000-Meter-Finale der Frauen als Vierte in ausgezeichneten 9:54,55 Minuten den Sprung aufs Podium.
